Die Wahl des richtigen Trainingsgeräts im Schwimmsport ist nicht ganz einfach, denn die Optionen scheinen endlos. Bei den Überlegungen gibt es viele verschiedene Aspekte zu beachten, denn jeder Schwimmer hat eigene Vorlieben und Bedürfnisse.

Unser Guide hilft Ihnen bei der Entscheidung und zeigt, worauf es zu achten gilt:

Wofür brauche ich das Gerät? Was ist mein Trainingsziel?

Erstmal sollten Sie sich überlegen, für welches Trainingsziel Sie das Gerät nutzen möchten. Möchten Sie Ihre Bein- oder Armarbeit verbessern? Oder möchten Sie Ihre Balance und Ihre Wasserlage optimieren? Nur wenn Sie sich im Klaren darüber sind, was das Gerät für Sie bewirken soll, können Sie für Ihre Ziele das richtige Tool auswählen.

Denn Sie haben wenig davon, in Ausrüstung zu investieren, die gar nicht wirklich zu Ihren Bedürfnissen passt. Eine Beratung im Fachgeschäft ist daher ratsam. Das Fachpersonal kann Ihnen das Equipment zeigen, das Ihre Übungen wirklich sinnvoll unterstützt, und erklärt Ihnen außerdem die richtige Handhabung.

Die richtige Größe

Haben Sie erst das passende Gerät für sich gefunden und auch schon ein Modell entdeckt, das für Sie in Frage kommt, gilt es als nächstes auf die richtige Größe zu achten. Diese sollte sich immer nach den relevanten Körpermaßen, vor allem Körpergröße und -gewicht, richten.

Nur ein Tool in der passenden Größe verhilft Ihnen zu einer gesunden und vorteilhaften Wasserlage. Umgekehrt können Hilfsmittel in der falschen Größe sogar Schaden anrichten, deshalb sollten Sie diesen Aspekt gewissenhaft berücksichtigen.

Ergonomische Passform

Ebenfalls entscheidend für eine gute Körperhaltung während des Trainings ist die ergonomische Passform. Das Gerät muss sich gut an den Körper anschmiegen und damit gleichzeitig bequem zu nutzen sein und festen Halt haben.

Schwimmbretter müssen gut zu greifen sein, damit sie beim Schwimmen nicht aus der Hand rutschen. Pullbuoys müssen gut mit den Beinen festgehalten werden können, ohne zu drücken oder vom Wasser mitgerissen zu werden. Auch für alle anderen Tools gilt es auf einen festen, aber bequemen Sitz zu achten.

Hautverträglichkeit des Materials

Gerade Allergiker sollten darauf achten, aus welchem Material Ihre Geräte bestehen. Aber auch Nicht-Allergiker profitieren von hochwertigen, hautfreundlichen Stoffen, denn so kann das Tool im Training lange in Gebrauch bleiben.

Hautreizungen verschlimmern sich im Chlorwasser schnell und sollten daher unbedingt vermieden werden. Deshalb am Besten schon beim Kauf auf die Hautverträglichkeit des Materials achten.

Ein besonders interessantes Tool ist das Pullkick. Als wahrer Allrounder ist es so konzipiert, dass es sowohl als Schwimmbrett oder auch als Pullbuoy genutzt werden kann.

Wenn Sie es als Schwimmbrett nutzen, erlaubt Ihnen die Schnittform verschiedene Handstellungen. Wie beim klassischen Brett können Sie die Arme längs auflegen und sich auf die Fläche stützen. Das Modell von Speedo bietet mit seiner relativ geraden Struktur eine gute Auflagefläche für die Unterarme und ist gleichzeitig ergonomisch geformt. Damit hat es in den Händen und zwischen den Beinen gleichermaßen festen Halt.

Alternativ ermöglicht die Variante von Arena mit Handmulden einen festen Griff, sodass es gut mit ausgestreckten Armen vor dem Kopf zu halten ist. Durch die Einbuchtung in der Mitte lässt es sich auch sicher zwischen die Oberschenkel klemmen.

Auch das Pullkick von Beco hat Griffmulden und lässt sich leicht packen. Durch die ergonomisch geformte Vertiefung auf der Längsseite des Brettes hat es einen festen und bequemen Sitz an den Beinen.

Alle Modelle überzeugen durch ihre Vielseitigkeit und lassen sich auf unzählige Art und Weisen in Ihr Training integrieren. Dieses Tool begleitet Sie zuverlässig und fokussiert auf dem Weg zu Ihren sportlichen Zielen und lässt dazu Ihr Training nie langweilig werden.

Für Ihr Schwimmtraining ist es wichtig, die Bewegungen im Wasser einzeln und gezielt trainieren zu können, um Techniken zunächst richtig zu erlernen und später perfektionieren zu können. Dabei helfen Ihnen Tools, die für Auftrieb sorgen und so Schwimmbewegungen ersetzen.

Pullbuoys erfüllen genau diese Funktion und bilden das Gegenstück zu Kickboards. Während Kickboards den Oberkörper entlasten, verhindern Pullbuoys ein Absinken der Beine. Durch die verbesserte Wasserlage und die Entlastung der Beine ermöglichen sie ein gezieltes Training der Armtechnik.

Die Pullbuoy gibt es in mehreren Formen, damit Sie das Tool auf verschiedene Art und Weise und damit genau passend zu Ihrem Trainingsziel nutzen können. Zur Auswahl stehen folgende Modelle:

  • „Acht“-Form: Dieses gängige Modell wie etwa von Beco ist für Schwimmanfänger wie -profis ein beliebtes Hilfsmittel. Das Gerät wird knapp oberhalb der Knie eingeklemmt und sorgt so für Auftrieb auf Höhe der Oberschenkel. Diese Variante unterstützt Sie im Training, egal auf welchem Leistungsniveau Sie sich befinden.
  • „Keil“-Form: Durch diese Form können Sie den Auftrieb variieren, womit Sie Ihr Training noch mehr anpassen können. Von dieser Eigenschaft profitieren Sie besonders, wenn Sie Rückenschwimmer sind und der Auftrieb herkömmlicher Pullbuoys nicht die richtige Wasserlage bewirkt.
  • Finis Axis Buoy: Die Finis Axis Buoy ist ein besonders variantenreiches Modell, das Sie in zahlreichen Übungen unterstützt. Wie eine klassische Pullbuoy lässt sie sich zwischen die Oberschenkel klemmen und verleiht so den Beinen Auftrieb. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, können Sie eine Pullbuoy auch zwischen die Knöchel klemmen. Die Axis Buoy besitzt für diese Nutzung extra Aussparungen, die gleichzeitig die Beine in einer festen Position fixieren. So können Sie nicht mit kleinen Beinbewegungen ‚schummeln‘, was Ihren Rumpf und Ihre Arme besonders fordert.

Grundsätzlich gilt, dass das Festklemmen der Pullbuoy zwischen den Beinen dazu beiträgt, eine höhere Körperspannung aufzubauen. Deshalb wird neben den Armen besonders auch der Rumpf beansprucht. Das Training kann zusätzlich durch die Kombination mit Handpaddles verstärkt werden, die die Schwimmbewegung der Hände weiter unterstützt.

Damit alle Partien richtig angesprochen werden und der Körper korrekt im Wasser liegt, muss bei der Wahl des Equipments darauf geachtet werden, dass es zum Körperbau des Schwimmers passt. Insbesondere Ihre Körpergröße, Ihr Körpergewicht und die Ausprägung Ihrer Beinmuskulatur bestimmen, welches Modell und genauer welche Größe für Sie in Frage kommt. Ziel ist immer, eine optimale Wasserlage zu erreichen. Gerade schwerere Schwimmer greifen leicht zu Tools, die ihnen zu wenig Auftrieb verleihen, was zum Absenken der Beine und einer schlechten Schwimmhaltung führt.

 

Tipp: Eine Pullbuoy kann auch als Kickboard genutzt werden und wird dann mit gestreckten Armen vor dem Kopf gehalten. Hier kann sie sogar im Vergleich zu herkömmlichen Schwimmbrettern im Vorteil sein. Aufgrund des geringeren Auftriebs werden Arme und Schultern weniger stark nach oben gedrückt. Dadurch verbessert sich die Haltung und Schwimmer mit Schulterproblemen freuen sich über die Entlastung.

Kickboards sind vor allem für Schwimmer interessant, die die Bewegungsabläufe der Beine einzeln und voneinander isoliert üben möchten. Das sind klassischerweise Schwimmanfänger, die erst die Grundtechniken erlernen müssen, bevor sie die einzelnen Schwimmbewegungen miteinander verbinden können. Aber auch erfahrene Wettkampfschwimmer nutzen dieses Tool, um ihre Beintechnik zu perfektionieren. Auch Sie können Ihr Training mit dem Gebrauch eines Kickboards ergänzen und es so variantenreicher gestalten.

Die Art, wie Kickboards eingesetzt werden, ähnelt sich bei allen Schwimmern. Die Bretter dienen dazu, den Oberkörper über Wasser zu halten, damit Sie sich ganz auf Ihre Beine konzentrieren können. Dazu halten Sie sich mit beiden Händen am oberen Rand fest und legen die Arme gerade, aber entspannt auf die Oberfläche. Auf diese Art und Weise sorgt das Kickboard für den Auftrieb und nimmt Ihnen die Armarbeit ab. So können Sie den vollen Fokus auf einen kraftvollen und präzisen Beinschlag legen und damit gezielt die untere Körperhälfte trainieren.

Auch in der Aquagymnastik sind Kickboards vielseitig einsetzbar. Sie bieten den Sportlern eine gute Möglichkeit, gegen den Auftrieb zu arbeiten und den Wasserwiderstand zu erhöhen. Das trainiert zum einen das Gleichgewicht und kräftigt gleichzeitig die Arm-, Schulter- und Rumpfmuskulatur. Der Gebrauch dieses Tools macht die Übungen im Wasser effektiver und abwechslungsreicher.

Es gibt eine Reihe verschiedener Varianten von Kickboards. Mögliche Materialien sind etwa EVA-Schaumstoff, PE-Schaum oder Plastik, die sich neben Haptik auch in der Auftriebsleistung unterscheiden. Die hauptsächlichen Unterschiede liegen allerdings in der Form, die sich grundsätzlich in zwei Gruppen teilt.

Der Tombstone, zu Deutsch ‚Grabstein‘, ist die traditionelle Form des Schwimmbretts und wird gerne von Schwimmanfängern genutzt. Auch im Schwimmtraining und bei der Aquagymnastik kommt dieser Klassiker häufig zum Einsatz. Das Kickboard Team von Beco zeigt auch optisch, dass es zur Basisausstattung gehört. Etwas ausgefallener kommt das Kickboard von Funkita daher.

Alternativ bietet sich in erster Linie für fortgeschrittene Schwimmer der Arrowhead an, also ein pfeilförmiges Schwimmbrett, wie das Kickboard Pro von Beco. Diese Form bietet den Vorteil, besonders hydrodynamisch zu sein. Während der Tombstone durch seine große Oberfläche mehr Auftrieb und Widerstand bietet, soll der Arrowhead im Gegensatz dazu beim Schwimmen möglichst wenig Druck aufbauen.

Beide Varianten gibt es mit und ohne Griffmulden, um die Schwimmbretter auf möglichst vielfältige Arten nutzen zu können und um persönlichen Vorlieben der Schwimmer gerecht zu werden.

Bei der Aquafitness geht es weniger um Reha-Maßnahmen, sondern um Sport und die Freude an Bewegung. Hier können Sie sich richtig auspowern, ohne sich zu überlasten, und dabei Ihre Kraft, Mobilität und Ausdauer steigern. Denn die Bewegung im Wasser ist auch für körperlich gesunde Menschen ein effektiver Weg, ihre Fitness zu verbessern.

Aquafitness wird manchmal unterstellt, ein Seniorensport zu sein, das aber völlig zu Unrecht. Im Gegenteil, die Übungen unter Wasser können richtig zum Kraftsport werden. Wie bei der klassischen Wassergymnastik wird auch hier der Wasserwiderstand genutzt – häufig allerdings mit mehr Einsatz und Druck.

Die kontinuierliche Arbeit gegen den Widerstand baut nicht nur Muskeln auf, sondern erhöht dabei auch den Kalorienverbrauch. Aquafitness ist damit ideal zum Abnehmen und hervorragend zur Steigerung der körperlichen Fitness geeignet.

Mit dem richtigen Equipment wirkt das Training noch effektiver und macht dabei auch noch mehr Spaß. Es gibt diverse Trainingsgeräte, mit denen Sie die Übungen an Ihren Leistungsstand anpassen können. Als Anfänger erhalten Sie so zum Beispiel leichteren Halt im Wasser, während Sie auf einem fortgeschrittenen Level den Widerstand erhöhen können.

Auch wenn es bei der Aquafitness nicht in erster Linie um ein schonendes Training geht, profitieren Sie hier trotzdem vom Auftrieb im Wasser, denn die entlastende Wirkung sorgt für ein geringes Verletzungsrisiko. Darüber hinaus fördert der Sport im Wasser auch die Kondition und stärkt sanft das Herz-Kreislauf-System, ohne den Organismus zu überlasten. Sie sehen, Aquafitness ist ein hervorragender Einsteigersport, wenn Sie sich erst eingewöhnen und langsam starten möchten.

Wenn Sie nicht alleine trainieren wollen und professionelle Anleitung wünschen, dann werden Sie sich in einem Aquafitness-Kurs wohlfühlen. Hier stärken Sie gemeinsam Kraft, Koordination und Stabilität und das mit viel Spaß und Motivation. Nutzen Sie auch das besondere Angebot von Großgeräten, die Ihnen nochmal ganz neue Möglichkeiten des Trainings eröffnen und gerade den Einstieg in die Sportart erleichtern können.

Probieren Sie Aquafitness einfach einmal aus – Sie werden es nicht mehr missen wollen.

Die klassische Wassergymnastik wird vor allem als Rehasport nach Verletzungen und Erkrankungen eingesetzt. Dabei macht man sich die speziellen Eigenschaften des Wassers zunutze, um den Körper bei der Heilung zu unterstützen. Dabei setzt das Training vor allem die Wirkung des Widerstands, Drucks und Auftriebs des Wassers ein.

Die Bedingungen unter Wasser helfen dabei, den Körper langsam und schonend wieder an Belastung zu gewöhnen. Durch den Auftrieb muss der Körper nur einen Teil seines eigenen Gewichts tragen. Die Schwerelosigkeit sorgt für eine Erleichterung der Übungen besonders bei Problemen mit den Gelenken. Daher profitieren gerade Menschen mit Gelenkbeschwerden von der Bewegung im Wasser.

Gleichzeitig wird die Muskulatur bei der Wassergymnastik intensiv beansprucht. Da der Widerstand im Wasser größer ist als an der Luft, müssen die Muskeln mehr Kraft aufwenden. Die Intensität lässt sich dabei zum einen durch das Tempo der Bewegung steuern. Je schneller man durchs Wasser gleitet, desto anstrengender wird es. Zum anderen kommen zahlreiche verschiedene Trainingsgeräte zum Einsatz, mit denen sich die Übungen intensivieren oder abschwächen lassen. Mit diesen handlichen Hilfen oder auch Großgeräten bewegen Sie sich immer auf dem für Ihren Gesundheitsstand passenden Level.

Darüber hinaus muss sich der Körper permanent ausbalancieren und stabilisieren, was den gesamten Bewegungsapparat aktiviert. Es wird also die komplette Muskulatur gekräftigt, während gleichzeitig Bänder und Gelenke sanft therapiert werden. Dies sind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Genesung und Wiederherstellung der Beweglichkeit.

Einen zusätzlichen positiven Effekt bewirkt der Wasserdruck. Der dauernde Druck auf die Haut fördert die Durchblutung und stimuliert außerdem das Lymphsystem. Die klassische Wassergymnastik ist also nicht nur für die Stärkung der Muskeln gut, sondern wirkt sich ganz allgemein fördernd auf die Gesundheit des Körpers aus.

Entdecken Sie die Vorteile der Wassergymnastik für Ihren Genesungsweg und spüren Sie am eigenen Leib, wie gut sich die Bewegung unter Wasser anfühlen wird.